Vom Zufallstreffer zur nicht mehr wegzudenkenden Tradition

Seit über 50 Jahren gehört das Frohlinder Familienfest rund um die Schutzengelkirche zum letzten Wochenende der Sommerferien wie die Mayonnaise zur Pommes oder Soße zur Currywurst. Das war ursprünglich gar nicht so geplant, weiß Ludger Bertram vom dreiköpfigen Planungsteam der Kolpingfamilie: „Das erste Mal war es eher Zufall, hat aber gut gepasst. Seitdem machen wir es immer so.“ Dieser einprägsame Termin mag auch dafür verantwortlich sein, dass die Planer sich, trotz relativ wenig Werbung, immer über viele Gäste freuen können.

Es könnte aber auch an der guten Planung, dem leckeren Essen und dem familienfreundlichen Programm liegen. Kirmesspaß unter anderem mit Schiffsschaukel, Kettenkarussell, Hüpfburg und Bastelzelt gibt es für die kleinen Besucher. „Für das Kinderprogramm gibt es extra günstigere Spielchips“, sagt Bertram. Die Tombola und der Schießstand sind eher etwas für die größeren Gäste. Zum Start am Sonntag wurde um 10 Uhr ein Freiluftgottesdienst mit Chor gefeiert, danach gab es das Kasperletheater, das vor allem die Kinder begeisterte.

Über 250 Helfer machen Fest möglich

Damit alles reibungslos über die Bühne geht, packen jedes Jahr rund 250 Helfer aus der Gemeinde, dem Ortsteil und natürlich der Kolpingfamilie kräftig mit an. „Ohne diese Unterstützung wäre das alles gar nicht möglich“, sagt Bertram und erntet nickende Zustimmung von den Sitznachbarn am Biertisch. Der Aufbau beginnt eine Woche vor dem Fest.

Familientradition

Neben Bier, Wein, Cocktails und Gegrilltem darf auch der Kuchenstand nicht fehlen. Der gehört seit Anfang an mit dazu und wird außer durch Spenden auch von der Bäckerei Mack gesponsert. Die Helferinnen der Kolpingfamilie lassen sich hier die gute Laune auch nicht von der Wespenarmee vermiesen, die die Kuchenbleche belagert. „Gestochen wurde heute noch keiner“, sagt Jutta Strüwer und lacht.

Die Familien Kaletta, Zens und Sandmann haben sich am frühen Mittag schon ihren Stammplatz auf den Bierbänken unter einem Pavillon gesichert. Zahlreiche weitere Verwandte werden noch erwartet. Man trifft sich hier jedes Jahr. „Das ist Tradition“, sagt Roland Zens. Die Stimmung ist wie immer bestens. Besonders freut man sich auf die Tombola, auch die ist ein Muss. Der Hauptpreis in diesem Jahr: ein Kurzurlaub in ein 4-Sterne-Hotel in Lahnstein für vier Personen. Treffpunkt ist das Fest aber nicht nur für Familien. „Es gibt hier auch Klassentreffen, das gehört einfach dazu“, sagt Ludger Bertram.

Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/Nachrichten/Castrop-Rauxel/Vom-Zufallstreffer-zur-nicht-mehr-wegzudenkenden-Tradition-1320356.html